Sonntag, 3. Juni 2012

Lämmerumzug

Am Freitag wurden gleich ein ganzer Schwung Lämmer von ihren neuen Besitzern abgeholt, nachdem sie schon im Winter reserviert wurden. Vier Wensleydale Longwool, eine Devon Longwool und eine Ryeland wurden, frisch entwurmt und mit Ohrmarken versehen, verladen, nachdem jetzt auch die Jüngste von der Mutter abgesetzt werden konnte. Die sechs werden aber nicht etwa von Privatleuten zum Vergnügen gehalten, sondern werden eine Aufgabe haben im Heilpädagogium an der Ostsee, bei den Eckern-Förderern in gleichnamigem Ort nördlich von Kiel. Als das Ryelandmädel geboren wurde, habe ich schon kurz davon erzählt (*KLICK*). Die Schafe werden dort von den Menschen mit Behinderungen betreut und versorgt werden. In der Werkstatt, in der bisher schon u.a. Holz- und Keramikarbeiten gefertigt werden, wird dann auch die Wolle der Schafe verarbeitet, u.a. an den Spinnrädern, die inzwischen auch dort hergestellt werden.

In der Werkstatt wird jedoch nicht nur gesponnen, sondern auch gefilzt. Ich habe diese wunderschöne Filzlampe bekommen, die aus unserer Wensleydalewolle gefilzt wurde. Mit einer batteriebetriebenen Lichterkette versehen verströmt sie dieses heimelige Licht. Besonders schön finde ich die einzelnen Locken, die noch zu erkennen sind.                                         



Mittwoch, 30. Mai 2012

Lämmerbilder

Das Bilderalbum "Lämmer 2012" befülle ich in unregelmäßigen Abständen aber kontinuierlich weiter. Rechts läuft eine Diashow, wenn ihr auf das Bild klickt, kommt ihr auf das gesamte Album und könnt euch die Bilder in größer anschauen.

Bei den "Verkaufstieren" gibt es jetzt auch Bilder.

Wollinteressentinnen können sich unter dem Reiter "WOLLE
über Neuigkeiten informieren.









Samstag, 19. Mai 2012

Frühsport

Samstagfrüh, 6:30Uhr. Die Vögel zwitschern, die Sonne schickt ihre ersten Strahlen. Noch einmal umdrehen, dann um sieben Uhr die Flaschenlämmer füttern. Plötzlich klopft es an der Tür. Eine dunkle Vorahnung beschleicht uns. "Moin! Eure Schafe laufen durch´s Dorf. Höhe Seeadler." Letztere Aussage entlarvt den Mann eindeutig als Einheimischen, da die Gaststätte Seeadler seit gut 15 Jahren nicht mehr existiert und sich an ihrer Stelle nunmehr ein Wohnhaus im Toskana-Stil befindet.
- "Ok, danke Andreas, wir gucken gleich mal"
Na Super, rein in die Klamotten und los. Die Ausbrecher sind schnell gefunden, haben sich schon etwas weiter Richtung Heimatstall bewegt. Es handelt sich ausgerechnet um die schwarze Gang, die Black Welsh Mountain und die Skudden, alle nicht gerade für ihre Kooperationsbereitschaft bekannt. Andie klappert mit dem Hafereimer und wider Erwarten setzen sich die Schafe brav in Bewegung, hinter ihm her zurück Richtung Dorfausgang. Ich bilde mit dem Auto die Nachhut. Aber je weiter es wieder vom Heimatstall weggeht, desto zögerlicher bewegen sich die Damen fort, bleiben stehen, drehen sich immer häufiger um. Erstaunlich immer wieder das Orientierungvermögen der Schafe,  die wir ja ausschließlich mit dem Anhänger auf die weiter entfernt liegenden Weiden bringen. Sie wissen genau, wo der Heimatstall ist.

Am Dorfausgang geht es links ab in einen Feldweg. Puh, von der Hauptstraße sind sie schon einmal herunter. Inzwischen geht es im flotten Trab hinter dem Hafereimer her. Scheint ja doch eine problemlose Nummer zu werden. Ich entspanne mich. Plötzlich stoppt der Trupp, den Damen scheint klar zu werden, wo es hingeht. Wieder auf DIE Koppel? Och nö. Denkt die Chefin wohl, schlägt einen 90Grad Haken und ab geht es durch den Knick und über den Acker im Galopp. Ich springe aus dem Auto und versuche, ihnen in einem Bogen den Weg abzuschneiden. Andie hat es inzwischen wieder irgendwie vor den Trupp geschafft. Gemächlich geht es nun wieder auf den Weg zurück. Und weiter Richtung Koppel. Aber nur ca. hundert Meter, dann dasselbe Spiel: Stoppen, Abdrehen, durch den Knick, im Galopp über den Acker, wir im großen Bogen den Weg abschneidend. Mir fällt auf, dass ich mehr Sport treiben sollte. Planänderung, anscheinend wollen die Tiere zurück auf die vorige Koppel, die liegt in dieser Richtung, da war reichlich Futter und nebenan stehen die Jungs. Dummerweise müssen wir dafür an einer fremdem Schafkoppel mit ca. 50 Tieren vorbei. Prompt laufen unsere Schwarzen in diese Richtung und lassen sich nicht überzeugen, dem Eimerträger auf eine unserer Koppeln zu folgen. Also wiederum Planänderung. Andie läuft zum Auto und fährt nach Hause, um den Anhänger zu holen. Die Schafe finden es an der Zeit für ein Päuschen, lassen sich neben der Schafkoppel mit den anderen Schafen nieder und fangen an wiederzukäuen. Ich mache es mir auf dem Eimer bequem und genieße die schöne Morgenstimmung. Bei der Gelegenheit sehe ich, dass bei den fremden Schafen ein Lamm auf der Seite liegt und nicht aufstehen kann. Ich versuche es aufzurichten, aber es fällt wieder um. Ein schlechtes Zeichen, wenn ein ca. acht Wochen altes, gut genährtes Fleischschaflamm mit den Beinen rudernd auf der Seite liegt. Handy habe ich natürlich dabei, ich informiere den Schafbesitzer.

Inzwischen trifft Andie mit dem Anhänger ein. Die Schafe begrüßen ihn blökend. Er fährt den Anhänger an den Zaun, läßt die Klappe herunter, die Herdenchefin kommt neugierig herbei. Wir haben kaum das Netz als Überzeugungshilfe ausgebreitet, da sind die Damen schon auf dem ihnen vertrauten Anhänger. Und nun wohin? Die Weide, von der der Trupp entfleucht ist, hat wirklich keine geeignete Einzäunung für diese springfreudigen Rassen. Also gibt es nur eins: Ab nach Alcatraz wie seinerzeit den Ausbrecher Steinn. Schwimmen werden sie wohl nicht, zu fressen ist dort genug für die paar Tiere.

Zugegeben, manchmal wäre ein Hütehund ganz hilfreich. Aber solche Situationen entstehen ein- bis zweimal im Jahr. Und bei solch temperamentvollen und flüchtigen Schafen wie den Black Welsh Mountain und den Skudden bräuchte es einen sehr zuverlässigen Hund, der nicht zu viel Druck macht. Von einem Tier, das bei uns chronisch unterbeschäftigt wäre, nicht zu erwarten. Und irgendwie klappt es auch so. Mit Ruhe und Schafverstand. Und unser Frühstück hatten wir uns echt verdient! :-D

Freitag, 18. Mai 2012

Schur 2.Teil

Morgen, am Samstag, kommt der Scherer zum zweiten Mal. Die schwarzen Walliser sollen geschoren werden. Ich habe die Damen gerade einmal begutachtet. Alle haben sie sagenhaft viel Wolle, die aber größtenteils an der Basis schon verfilzt ist. Bestes Beispiel ist unsere Rieke, die herrliche lange Locken hat, die aber alle schon sehr filzig sind. Ich fürchte, da wird es keine großartige Ausbeute geben.

Mittwoch, 16. Mai 2012

Filmtipp

Heute, 16.Mai, gibt es um 21 Uhr auf 3sat den Film "Kopf und Kragen für 1000 Schafe. Der lange Weg zurück aus der Walliser Wildnis". Ich habe ihn gerade auch noch auf youtube gefunden, wer heute abend keine Zeit oder Lust zum Schauen hat. Es gibt auch viele Walliser Schwarznasen zu sehen! Und natürlich die atemberaubende Bergwelt der Walliser Alpen.

Zu verstehen sind die jungen Herren leider kaum, sie sprechen Walliserdeutsch. Untertitelt ist der Film nur ab und zu. Aber die Bilder sprechen wirklich für sich.

                                

Sonntag, 13. Mai 2012

Sonntagmorgendlicher Rundgang

Sonntags habe ich die Muße, auch die weiter entfernt liegenden Weiden mit abzufahren. Heute war es zwar recht frisch (acht Grad!), aber dafür auch sehr schön. Den Schafen draußen macht es nichts aus, sie haben noch ihre Wolle. Zuerst waren wir auf der großen Weide am Plöner See, auf der die Devon, die Ryeland und die Mixe laufen.
Ein Teil hat es sich unter einer der großen Eichen gemütlich gemacht. Die sind natürlich besonders im Sommer sehr beliebt.

                                            


Die Lämmer entwickeln sich prächtig. Dieses stramme Kerlchen hat den Gotländer Steinn zum Vater

Geschwister unter sich

Noch ein Steinn-Sohn. Er ist recht hell geworden, ein heller Fuchs. Mit Löckchen.

Das ist Phyllis, das dunkle Ryelandmädel.

Synchronfressen der Devon and Cornwall Longwool

Eine tanzt aus der Reihe

Ein Devon and Cornwall Longwool Mädel


                               Zurück geht es nach Stocksee, auf die dortigen Sommerweiden.

Das Black Welsh Mountain Böckchen. Wir hoffen für ihn, dass er einen umgänglicheren Charakter
als sein Vater Othello hat.

Seine Schwester

Ein paar Meter weiter ist die Bockweide.
Die Herren lassen es langsam angehen an diesem schönen Sonntagmorgen.

Wenn der Vater mit den Söhnen...

Donnerstag, 10. Mai 2012

Morgendlicher Rundgang II. - Video Hasenrennen

             Und hier ist das im vorigen Post versprochene Video